Rundreise durch die Normandie und Paris

27.03.1998 - 02.04.1998
Unser erster Wohnmobilurlaub. Mensch waren wir nervös! Nach einer gründlichen Inspektion des Wohnmobils unsererseits, fuhren wir bei Wohnwagen Peters (jetzt: Reisemobil- und Caravan-Center Peters) vom Hof. Nachdem wir "unser" Wohnmobil gepackt hatten, ging es um 14.30 Uhr von zuhause Richtung Frankreich. In Calais verbrachten wir unsere 1. Übernachtung auf dem Rastplatz "Marck".

Am nächsten Tag machten wir mittags einen Halt in Le Tréport. Le Tréport ist romantisch gelegen. Der Ort liegt zu Füssen der höchsten Felsenklippen Frankreichs. In Dieppe fuhren wir nur durch den Ort. Ein Halt war, trotz viel Trubel, nicht lohnenswert. Weiter gings Richtung Varengeville-sur-Mer. Das Dorf ist ein Künstlerdorf liegt hoch an der Steilküste. Von dem Dorffriedhof aus hat man einen herrlichen Blick über Küste und Klippen. Abends übernachteten wir in Fécamp auf dem Campingplatz "Municipal de Reneville". In Fécamp machten wir noch einen Abendspaziergang durch die Altstadt und das Musée de la Benédictine, welches für den Kräuterlikör bekannt ist.
Etretat Am nächsten Tag fuhren wir bis Etretat und machten dort einen Sparziergang. Bekannt ist Étretat vor allem durch die steilen Felsklippen mit ihren spektakulären Felsformationen, die den Ort auf beiden Seiten umrahmen. Auf dem Felsenweg hat man einen grandiosen Anblick des Falaise d'Aval (die Nadel) und des Falaise d'Amont. Außerdem sieht man hervorragend die aus den Klippen ins Meer hineinragenden Torbogen.

Am gleichen Tag fuhren wir noch durch Le Havre. Mit der Stadt Honfleur am (linken) Südufer des Flusses ist Le Havre durch die Pont de Normandie verbunden. Über die Pont de Normandie, der größten Schrägseilbrücke der Welt, die quer über die Seine geht, fuhren wir auf die andere Seite. Die Brücke war einfach gigantisch.

Die Mittagspause verbrachten wir in Trouville - einem Badeort mit großen Hotels und alten Häusern. Anschliessend fuhren wir weiter durch Deauville nach Bayeux.
Bayeux besticht durch seine fast komplett erhalten gebliebene Stadtstruktur, die sich um die berühmte Kathedrale (Romanik, normannische Gotik, Flamboyant-Gotik) entwickelt. In Bayeux sahen wir uns das älteste Fachwerkhaus der Normandie an und eine idyllisch gelegene Wassermühle. Übernachtet haben wir auf dem Campinplatz Municipal.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Saint-Lo. Die Stadt wurde im 6. Jahrhundert gegründet. Es gibt dort eine restaurierte Kirche mit Außenkanzel. Außerdem eine Ringmauer mit Turm auf dem man einen Blick auf das Vire-Tal hat.
Bayeux
Granville Die Stadt Granville ist an vielen Bereichen zum Meer von Festungsmauern umgeben und liegt selbst auf einem Granitfelsen. In Granville gibt es den größten Gezeitenunterschied Europas. Als wir grade da waren, war Ebbe. Die Altstadt mit seinem befestigten Stadttor liegt auf dem Rücken des Felsens.
Mont-Saint-Michel hat uns unheimlich gut gefallen und beeindruckt. Der Mont-Saint-Michel ist eine felsige Insel im Ärmelkanal an der Mündung des Couesnon etwa 1 km vor der Küste der Normandie. Ursprünglich war die Insel nur bei Niedrigwasser von der Küste zu erreichen. Um 1879 wurde dann ein Damm gebaut, über den eine Straße die Insel gezeitenunabhängig mit der Küste verbindet. Allerdings kann es durch Sturmfluten noch heute dazu kommen, dass die Insel vom Festland abgeschnitten wird. Wir haben zu erst einen Rundgang durch die Gassen gemacht. Diesen sollte man einmal tagsüber machen und auch einmal abends. Dann hat die Stadt einen ganz anderen Flair. Besonders lohnenswert ist eine Übernachtung auf dem Damm. Das faszinierende an dem Ort ist der Gezeitenwechsel. Binnen einer halben Stunde steht der Parkplatz unterhalb des Dammes komplett unter Wasser. Zu der Entstehung des Ortes: 708 bis 1897 entstand hier ein sakrales Bauwerk nach dem anderen, eines auf dem anderen. Über der Befestigungsmauer hat man einen Blick auf das Meer und den Damm. Mont-Saint-Michel
Paris - Arc de Triumphe Als letztes Ziel unseres Urlaubes hatten wir eine 1-Tages-Tour durch Paris geplant. Im Nachhinein betrachtet war das ganze sehr stressig uns man sollte sich wenigstens einen zweiten Tag für Paris Zeit nehmen. Am Abend zuvor kamen wir schon in einem Vorort von Paris an und übernachteten in Masions-Laffitte auf dem Campingplatz "Campingplatz International", der 14 km von Paris entfernt ist. Am nächsten Tag kauften wir uns an dem nahegelegenen S-Bahn-Anschluss ein Paris-Ticket für damals 50FF pro Person.

In Paris sahen wir uns den Arc de Triomphe, Sacré Coeur, Galeries Lafayette, Louvre und Pont Neuf, das Centre Pompidou (welches leider eine Baustelle war, so dass die Rolltreppe gar nicht zu benutzen war), Notre Dame, petit Palais - grand Palais, den Invalidendom, Hôtel de Ville und natürlich den Tour Eiffel an. Wie man nur unschwer erahnen kann, ein ganz schön stressiges Programm für nur einen Tag.

Nach einer Übernachtung auf dem Campingplatz International fuhren wir nach Hause und beendeten damit unseren ersten Womo-Urlaub.