Rundreise durch die Provence und Cote d'Azur

26.03.1999 - 11.04.1999
Um in die Provence zu fahren mieteten wir uns ein regelrechtes Luxus-Wohnmobil - einen Frankia A 7000 BD - von Reisemobile Jumpertz. Am 26.03. machten wir uns schon gegen 15.30 Uhr auf den Weg Richtung Frankreich. Kurz hinter der französischen Grenze übernachteten wir auf einem Autobahnrastplatz.
Avignon Am nächsten Tag fuhren wir bereits um 9.00 Uhr los nach Avingnon. Dort übernachteten wir auf dem Campingplatz "Municipal Pont St.-Bénézet". Die Duschen dort waren ziemlich kalt, weil sie oben offen waren. Abends machten wir noch einen Spaziergang durch Avignon. Die charmante Altstadt von Avignon mit ihren prächtigen, mittelalterlichen Häusern ist von einer intakten und imposanten Befestigungsmauer umgeben. Diese und auch den Bischofspalast, die Kathedrale und natürlich die Brücke von St-Bénézet haben uns sehr gut gefallen.
Um 15 Uhr gings weiter nach Les Baux. Les Baux ist ein altes Örtchen was auf einem Südhang eines Felsens in den Bergen liegt. Inzwischen wirkt es durch die ganzen Andenkenläden nicht mehr wirklich verlassen. Der Ort wird von einer Burgruine beherrscht, die der Fläche nach eine der größten Frankreichs ist. Unsere Route ging weiter Richtung Ciotat. Dort übernachteten wir auf einem Parkplatz am Hafen. Für die nächste Nacht reservierten wir uns auf dem Campingplatz "Motel Camping de St. Jean" einen Platz.

In Cassis machten wir einen Spaziergang durch das schöne Örtchen. Der Ort hat durch seine bizarren Fjorde sein ganz persönlichen Charme. Bei herrlichem Wetter assen wir im Freien zu Mittag. Als wir wieder zu unserem nicht mals abseits geparkten Wohnmobil zurück kamen, mussten wir feststellen, dass dieses am Seitenfenster aufgebrochen wurde. Doch wir hatten Glück im Unglück. Außer dem beschädigten Fenster, was sich relativ leicht reparieren liess, war uns kein Schaden entstanden. Alles war noch vorhanden!!!

Nach diesem unschönen Ereignis fuhren wir weiter Richtung Marseille bis zum Pointe Rouge.
Les Baux
Route de Crete Am nächsten Tag fuhren wir um 10 Uhr durch die Route de Crête zum "Cap Canaille". Eine sehr schöne und lohnenswerte Strecke. Da die Strecke etwas oberhalb gelegen ist, hat man hier den Überblick über das Land und das Meer. Ein Camper erzählte uns von dieser wundervollen Strecke. Wir können sie nur weiterempfehlen.

Auf unserer Tour fuhren wir weiter durch Bandol, Toulon, Hyères und Presqu'ile de Giens. In Le Lavandou wollten wir auf dem Campingplatz "Camping Du Domaine" übernachten. Da der Platz aber sehr groß und nur mit verwildertem Baumbestand war, kam er nicht in Frage. Also entsorgten wir nur unser Abwasser und Chemieklo, tankten Frischwasser auf und checkten wieder aus. Die Nacht verbrachten wir dann auf einem Parkplatz im Hafen. Am kommenden Morgen machten wir einen Spaziergang über den Berg am Parkplatz zum menschenleeren Strand. Danach fuhren wir ins Landesinnere über eine kurvenreiche, einspurige Straße nach Collobières. Collobieres ist die Hauptstadt des Maurengebietes und für seine Kastanienwälder bekannt.

Von dem Ort fuhren wir wieder zurück nach Hyères über Le Lavandou entlang der Küstenstraße nach Cavalaire sur Mer. Nach einem Mittagsessen im Hafen ging es weiter nach Ramatuelle - ein Felsennest mit schmalen Gäßchen und Treppen. Die Nacht verbrachten wir auf dem Campingplatz "La Toison d'Or".
Leider war in St-Tropez mit dem Wohnmobil kein Anhalten möglich. Es gab zwar einen riesigen Parkplatz am Port für Busse und PKW, jedoch waren hier Camping-Cars streng verboten. Schade!!!
Also mussten wir weiter fahren bis nach Saint-Maxime. In Les Issambres reservierten wir uns für den Abend einen Stellplatz auf dem Campingplatz "Au Paradies des Campeurs". Den Rest des Tages besichtigen wir Fréjus. Der Ort hat eine sehr schöne Altstadt und ein Amphietheater, welches schon ziemlich verfallen ist. Die Überreste sind unschön restauriert.
Fréjus
Esterell-Gebirge Zwischen Saint-Raphael und Cannes ist eine landschaftlich einmalige Strecke durch das Esterell-Gebirge. Die roten Felsen leuchten unheimlich schön in der Sonne.

Als nächstes Ziel hatten wir uns Cannes gesetzt. Aber auch hier war für Wohnmobile (genauso wie in St. Tropez) kein Anhalten möglich. Also fuhren wir weiter über Cap Antibes nach Antibes. Antibes haben wir eher versehentlich kennengelernt, dadurch das wir nicht in Cannes halten konnten. Aber wir waren begeistert von der sehr sehenswerten Altstadt mit ihren idyllischen Gäßchen. Zum Durchfahren ist der Ort aber kein Vergnügen. Durch die engen Gäßchen ist ein Wenden unmöglich. Auch ein Parken war hier nicht möglich. Also fuhren wir weiter bis zum Fort Carré. Dort stiegen wir aus, machten Fotos und fuhren anschliessend weiter an der Küste entlang Richtung Nizza.
Über bergige Straßen gelangten wir nach Saint-Paul, bekannt als Saint-Paul de Vence. Der alte Ort ist sehr schön durch die vielen engen Gäßchen und die schöne Kathedrale. Am Abend zuvor stellten wir fest, dass man St-Paul nur früh am Morgen oder ganz spät besichtigen kann. So machten wir uns am nächsten Morgen früh auf den Weg, so dass wir noch vor den Touristen da waren.

Über die Küstenstraße fuhren wir nach Nizza. Da wir dort aber nun schon zum dritten Mal im Urlaub nicht anhalten und parken konnten, verabschiedeten wir uns vom Meer und fuhren ins Hinterland nach Grasse. Grasse ist berühmt für seine Parfumindustrie und ist auch Handlungsort des Romans Das Parfum von Patrick Süskind. In Grasse besichtigten wir die Parfumerie Maubert und gingen anschliessend zu Fuß in die Altstadt. Über die Route Napoléon fuhren wir anschliessend weiter bis Castellane. Dort übernachteten wir auf dem Campingplatz "Camping International".
Saint-Paul de Vence
Gorges de Verdon Nach einem ausgiebigen Osterfrühstück fuhren wir zunächst irrtümlich weiter auf der Route Napoléon bis Barréme. Anfangs ist die Strecke sehr schön durch Felsen entlang des Flusses "Asse de Blieux". Von Castellane fuhren wir auf die D 952 bis la Palud sur Verdon. Dann fuhren wir auf der D 23 dem Fluss folgend. Hier hatte man atemberaubende Ausblicke. Auf der D 952 fuhren wir dann bis Moustiers-Ste-Marie. Dort machten wir einen Spaziergang durch den Ort und zur Kapelle am Berg mit dem Wahrzeichen einer Eisenkette mit goldenem Stern, die hoch zwischen zwei Felsen angebracht ist.

Weiter ging es über Digne-les-Bains nach Sisteron.
Das Wahrzeichen von Sisteron sind die Rippen des harten Kalkfelsen sowie die Kathedrale. Mein Vater und mein Bruder besichtigten dort eine mittelalterliche Festung. Anschliessend fuhren wir weiter durch die Gorges de Eygues bis Nyons. Dann weiter Richtung Bollene. Im Ort "Tullete" übernachteten wir auf einem Parkplatz. Über Bollene fuhren wir ins Tal der Ardeche bis Vallon-Pont-D'Arc. Auf dem Campingplatz "Camping L'Arcehois" übernachteten wir und verbrachten dort zwei Tage. An einem der Tage entspannten wir uns und den anderen fuhren mein Vater, mein Bruder und ich mit dem Kanu. Bei starkem Wind war die Fahrt ganz schön anstrengend. Gegen Mittag fuhren wir bis Macon und übernachteten dort auf einem Campingplatz. Unsere Heimfahrt ging dann über Luxemburg durch das Müllertal bis Berdorf. Dort übernachteten wir auf einem Parkplatz am Sportplatz. Gegen 5 Uhr nachts hatten wir dann Besuch am Wohnmobil. Jemand versuchte über den Fahrradträger auf das Dach zu gelangen, um dort durch die Luke einzusteigen. Gott sei Dank, klappte der Träger runter und die Täter flüchteten. Mit einer Beschädigung an der hinteren Klappe fuhren wir nachts noch nach Bitburg, um dort einige Stunden Schlaf zu tanken. Mit diesem unschönen Ereignis endete dann unser Urlaub. Sisteron